Über den Wolken…

7
Dez

Ai jai jai… Ja da ist die Freiheit doch tatsächlich ziemlich grenzenlos. 20161007_081543

Aber wie kommt man über die Wolken, ohne dass man eingesperrt in einem Flugzeug oder ähnlichem sitzt?

Mehr oder weniger ziemlich einfach, man benötigt nur etwas Kleingeld (okay vielleicht auch etwas Großgeld). Aber damit kann man dann eine wunderbare und einzigartige Ballonfahrt buchen, z.B. bei Ballonsport Müllheim. So wie wir es an einem kühlen Freitagmorgen im Oktober gemacht haben. Angefangen hat es mit einem dicken Schal, Mütze und noch kleinen, etwas verschlafenen Augen. Fürs Ballon fahren muss man nämlich recht früh aufstehen. Das lohnt sich aber, denn nur so sieht man  die Sonne am Himmel aufsteigen (im Optimalfall) und nur so können die Winde best möglich genutzt werden.

Aber noch einmal zurück zum Anfang: wir stehen auf einer Wiese auf dem Segelflugplatz in Müllheim und sehen zu, wie in den riesigen Ballon heiße Luft geblasen wird.

Faszinierend wie der nachher 33m hohe Ballon zu „Leben erweckt“ wird.
Sobald genügend Luft im Ballon ist, kann der Korb richtig aufgestellt werden und wir dürfen bereits einsteigen.

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Relativ schnell hebt der Ballon auch schon ab – wohin fragen wir? Aber das „weiß nur der Wind, mein himmlisches Kind“.

Ich muss sagen, dieses Gefühl, das man hat wenn man mit dem Ballon über die Wiesen und Felder schwebt, ist einfach einmalig. Eigentlich spürt man gar nicht, dass man sich bewegt, aber irgendwie merkt man es doch. Es ist ein sehr sanftes Gefühl, das sich nur schwer beschreiben lässt. Übrigens durften wir uns geehrt fühlen – früher war es dem Lumpenpack und Gesindel nicht vergönnt mit dem Ballon zu fahren, dies war den Adligen vor enthalten. Deshalb haben nun auch alle die mitgefahren sind einen Adelstitel. Aber dazu später mehr. Hier schon einmal ein kleiner Vorgeschmack was wir zu sehen bekommen haben.

Blick übers Markgräflerland / © Werbegemeinschaft Markgräfler Land GmbH

Blick übers Markgräflerland / © Werbegemeinschaft Markgräfler Land GmbH

Da man den Weg nicht bestimmen kann, den der Wind mit einem und dem Ballon nimmt, ist es selbst für Bernd (unser Fahrer) jedes mal ein neues Abenteuer. Wir fahren vom Flugplatz in Müllheim in Richtung Süden, schweben gemächlich über Müllheim hinweg und können die Stadt von oben bestaunen. Das Markgräfler Rundumwegli und das Markgräfler Wiiwegli, beides sehr schöne (Wein-)Wanderwege, sind ebenfalls zu sehen.

Die Französische Seite des Rheins können wir auch sehen, jedoch drehen wir uns lieber in Richtung Schwarzwald, dort gibt es viel mehr zu sehen 😉

Blick übers Markgräflerland / © Werbegemeinschaft Markgräfler Land GmbH

Blick übers Markgräflerland / © Werbegemeinschaft Markgräfler Land GmbH

Der Ballon schwebt über die zahlreichen Rebterassen und Weinberge, die das Markgräflerland bietet. Wir fahren weiter in Richtung Auggen, vorbei an der Winzergenossenschaft. Bald schon späht Bernd einen geeigneten Platz zum Landen aus. Aber ja was ist denn eigentlich ein geeigneter Platz zum Landen? Bernd erklärt uns, dass man fast überall landen kann, aber ein Feldweg meistens am besten ist.

Kurz vor der Landung zeigte sich dann noch, wer „Stadtkind“ und wer „Dorfkind“ ist. Wir sind ganz dicht über einem Feld mit sehr komischem „Gebüsch“. Die Stadtkinder fragen sich was ist denn das jetzt nur? Das sieht ja interessant aus. Die Dorfkinder können weiter helfen: Spargel!! Aha, wieder was gelernt 🙂

Spargelfeld

Spargelfeld

Bernd weist bereits einige der Mitfahrer an, dass Sie den Sprung ins Ungewisse wagen sollen – okay so schlimm war es nicht. Der Boden war nur noch ca. 20 cm weit entfernt. Aber jemand muss den Ballon mitsamt Korb ja wieder zu Boden fördern.

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Bevor es zur feierlichen Zeremonie der Adelsernennung geht, muss das riesige Ding natürlich erst mal wieder eingepackt werden. Gar nicht so einfach, bei so viel Stoff und mitten auf der Straße. (Anderswo zu landen wäre ja viel zu langweilig.)

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Danach kommt der krönende oder besser gesagt schäumende Abschluss! Bernd und sein Kollege schenken uns ein Gläschen Sekt ein (die Sektgläser haben keinen Boden, sodass man sie in eine Vorrichtung im Korb stecken kann – genial!).

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Wir denken erst das wars und sind glücklich und zufrieden mit den Geschehnissen des noch jungen Tages. Aber dann holt Bernd ein Feuerzeug heraus – zum Spaß natürlich, oder?? Nein nicht zum Spaß, denn irgendwie muss man ja getauft werden! Ohje!!

Ballontaufe / © Werbegemeinschaft Markgräfler Land GmbH

Das brennende Haar wird mit Sekt abgelöscht – jetzt sind wir getauft! Eine Urkunde gibt es dafür natürlich auch noch. Man nenne mich ab jetzt bitte „Hochfürstin Marina aus den hohen Lüften über dem Markgräfler Land“!
Ps: wer mich oder einen anderen Ballonfahrer trifft und uns nach unserem Adelstitel fragt, dem schulden wir eine Flasche Sekt, sollten wir den Titel nicht auswendig wissen 😉

Urkundenübergabe / © Werbegemeinschaft Markgräfler Land GmbH

Urkundenübergabe / © Werbegemeinschaft Markgräfler Land GmbH



1 Kommentar »

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    Robert D Burnette — 6. März 2017 @ 2:12

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