Nachtwandern auf den Gipfeln des Herzogenhorns

30
Mai

Um vom Gipfel des Herzogenhorns aus die Sonne beim Aufgehen zu beobachten, muss man verdammt früh aufstehen. Es lohnt sich. Nicht nur, weil das Morgenlicht so schön strahlt. Sondern auch wegen der sehr sehr dunklen Nacht in Menzenschwand.

Um vom Gipfel des Herzogenhorns aus die Sonne beim Aufgehen zu beobachten, muss man verdammt früh aufstehen.

Menzenschwand ist hinreißend und überhaupt voller Raritäten: alte Schwarzwaldhäuser, eine Klamm mit Wasserfällen und dichter Wald, der die Steilhänge rund um das Dorf überzieht. Dort streifen Gämse umher. Menzenschwand hat ein Vorderdorf, ein Mitteldorf und ein Hinterdorf. Und im Moor, das einen längeren Fußmarsch bergauf liegt, wächst das Rundblättrige Sonnentau, eine kleine Pflanze, die Insekten fängt und verspeist.

Schön, all das. Wenn man es denn sehen könnte.

Kann ich aber nicht, es ist stockdunkel.

Ich stehe auf der Hauptstraße irgendwo im Mitteldorf. Es ist kurz nach vier Uhr früh und die Menzenschwander Straßenbeleuchtung ist – jedenfalls um diese Uhrzeit – ausgeschaltet. So kann man hier erleben, was es in den lichtgesättigten Städten heutzutage kaum noch gibt: Allumfassende Dunkelheit. So dunkel, dass ich nicht den Boden unter meinen Füßen sehe und auch nicht das Haus, aus dem ich gerade herausgetreten bin oder das Haus gegenüber.Ich sehe nur die Schattenrisse der Schwarzwaldberge rundherum und darüber den klaren Himmel. Und die Sterne!

Adrian ist in Menzenschwand aufgewachsen. Die Wälder rings um den Ort waren sein Abenteuerspielplatz.

Vor zehn Minuten dachte ich noch: Was für eine blöde Idee es denn sei, zu solch‘ einer Zeit aus dem Bett zu steigen, nein, sich aus dem Bett zu quälen, während alle anderen noch schlafen. Doch jetzt streichelt die frische Nachtluft mein Gesicht, ich höre die Geräusche der Nacht – wie ein Bach leise gurgelt und rauscht. Wie die leichte Brise Blätter rascheln lässt. Irgendein Knacken. Ein Kauz ruft sein Kiwitt in die Nacht hinaus. Und sonst nichts. Menzenschwand bei Nacht, das ist ein echter Geheimtipp.

Dann kommt Adrian.

Jetzt die ganze Geschichte lesen auf www.hochschwarzwald.de



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