Schwarzenberg-Tour, Herzensweg im Südschwarzwald

11
Mrz

Erst kürzlich wurde die Region rund um Waldkirch, das ZweiTälerLand, als erste Region in Baden-Württemberg mit dem Siegel „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ vom Deutschen Wanderverband ausgezeichnet und verspricht ein „vollendetes Wandererlebnis“.

Wir wollten eine der neu entstanden Herzenswege, die Schwarzenberg-Tour, testen.

Kurze Infos zur Tour: Es gibt zwei Ausgangspunkte, beim Bahnhof in Waldkirch oder beim Hotel Suggenbad im Suggental. Insgesamt ist sie 16,5 km lang, hat 604 Höhenmeter und die Gehzeit ist mit fünf Stunden angegeben.

Mit dem Tourenbüchle des ZweiTälerLands und einem Rucksack ausgestattet, starteten wir unsere Wanderung vom Parkplatz gegenüber des Hotels Suggenbad. Dort wurden wir schon von einer großen Infotafel begrüßt. Auch das Wegweiserschild entdeckten wir sofort. „Waldautobahnen“ (2 Meter breite Schotterwege) sind überhaupt nicht mein Ding. Deshalb freute es mich umso mehr, dass die Wanderung zunächst auf einem Wiesenpfad und später auf einem geschotterten Pfad startete. Ein Blick zurück oder nach links lohnte sich. Denn dort sahen wir zum Kaiserstuhl oder auf die Weinberge Buchholz.

Blick auf Buchholz und die Rheinebene

Blick auf Buchholz und die Rheinebene

In munterem Auf und Ab durch einen romantischen Blätterwald, der uns Schatten spendete, kamen wir nach kurzer Zeit zum Stadtrainsee Waldkirch. Ein herrlich idyllischer Platz mit Gaststätten, Bootsverleih, Minigolf Spielplatz und Zoo. Wir hatten aber noch ein paar Kilometer vor uns. Also gingen wir weiter.

Jetzt begann der wohl anstrengendste Teil der Wanderung. Steil bergauf ging es zunächst auf dem Sinnesweg, der auf mehreren Stationen Interessantes rund um den Wald bereithält. Nach dem Baumkronenweg, den wir leider aufgrund Zeitmangels wortwörtlich links liegen lassen mussten, ging es auf einen Pfad durch den Wald weiter steil bergan.

Ab dem Sinnesweg bemerkten wir ein Markierungszeichen mit Herz. Dieses verfolgte uns bis zur Kastelburg. Wie wir später von anderen Wanderern erfuhren, ist dies das Markierungszeichen des Ferwanderwegs „Zweitälersteig“.

Aber zurück zu unserer Schwarzenberg-Tour. Nach gut der Hälfte der Höhenmeter bis zur Schwarzenburg-Ruine war der wunderschöne und bei ca. 25 Grad, perfekt schattige Pfad zu Ende und wir kamen auf einen Schotterweg. Auf einer Waldlichtung hatten wir einen wunderbaren Blick auf den Kandel, Waldkirchs Hausberg, und die dort startenden Gleitschirmflieger. Auch das Elztal war sichtbar.

Blick auf den Kandel

Blick auf den Kandel

Kurze Zeit später kamen wir zur Schwarzenberg-Hütte mit Grillplatz. Von hier aus konnte es nicht mehr weit sein zur Schwarzenberg-Ruine. Ein etwas steiniger und steiler Weg, bei dem man vor allem beim Rückweg aufpassen musste nicht ins Rutschen zu kommen führte uns zur Burg. Die Ruine war noch gut erhalten und die Umrisse waren noch sehr gut erkennbar. Von der großen Außenmauer, mit Turm, bot sich uns ein einmaliger Ausblick. Waldkirch, Rheinebene, Elztal, Kaiserstuhl, Vogesen – all dies lag uns zu Füßen. Auch die Kastelburg, die besser erhaltene Burg auf der gegenüberliegenden Seite, war deutlich erkennbar.

Schwarzenberg-Ruine Waldkirch

Schwarzenberg-Ruine Waldkirch

Blick in die Rheinebene

Blick in die Rheinebene

Natürlich gehört zum Wandern auch ein gutes Vesper. Die große Mauer der Ruine war geradezu perfekt hierfür und auch die Sonne konnten wir dort genießen.

Nach dem Vesper ging es nochmals ein Stück bergauf, bis wir die Höhe erreicht hatten. Im Tourenbüchlein stand beschrieben, dass wir uns nun auf dem Bergrücken zum Glottertal befanden, bemerkt haben wir das nicht direkt, denn der Weg verlief nun größtenteils im Wald. Immer wieder gab es kleinere Ausblicke, aber nicht ins Glottertal, sondern nach Waldkirch.

Am „Wissereck“ hatten wir ihn dann endlich, den Blick auf das Glottertal und die dortigen Weinberge. Ein „Waldsofa“ war geradezu wie gemacht für uns und diesen herrlichen Ausblick.

Waldsofa beim Glottertal

Waldsofa beim Glottertal

Ein weiterer Pfad durch den Wald brachte uns zum Suggental. Oberhalb von Wiesen, immer das Tal im Blick, brachte uns der Pfad zurück zum Ausgangspunkt.

Unser Fazit: Eine anstrengende Wanderung mit vielen tollen Ausblicke. Sie ist zwar waldreich, aber das war bei dem Wetter geradezu perfekt. Die Beschilderung war immer gut zu finden und man konnte so die Tour auch ohne Wanderkarte gehen.

Für alle, die jetzt Lust bekommen haben, diese Wanderung auch zu machen, findet ihr hier die detaillierten Infos:
http://www.zweitaelerland.de/Media/Tourenfinder/Schwarzenberg-Tour



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