Wandersüden – Berg. Wald. Wolf.

27
Aug

Anlass dieser kleinen Wanderung, die mehr einem ausgedehnten Spaziergang ähnelte, war der Besuch eines Studienfreundes. Da wir uns meist nur einmal im Jahr sehen, gibt es naturgemäß großen Gesprächsbedarf. Da wir beide etwas Bewegung nicht abgeneigt sind, dachte ich mir, ich suche eine Tour ganz in der Nähe meines Wohnortes heraus, um nicht nur den Mund, sondern auch die Beine zu benutzen. In einem Prospekt von HeilbronnerLand (Wandertouren im Zabergäu) fand ich:

Berg. Wald. Wolf. So der Name der Tour, nahe Cleebronn gelegen.

Unterhalb des Michaelsberges, dem Wahrzeichen des Zabergäus, der auch auf jedem Prospekt und Bildband als Motiv herhalten muss, direkt neben Tripsdrill, dem auch über die Grenzen des Zabergäus hinaus bekannten Freizeitpark, ging es los.

Blick auf Michaelsberg

Blick auf Michaelsberg

Das Auto auf dem Parkplatz abstellen, den Rucksack auf und los. Bei knappen 30 Grad und einem fast wolkenlosen Himmel führte uns der Weg zur Näserhütte, welche an einem ehemaligen Steinbruch liegt. Hier begann sowohl die sehr neu wirkende Beschilderung des Weges als auch der Wald. Dieses grüne, nicht immer undurchlässige Dach sollte in den folgenden zweieinhalb Stunden noch eine angenehme Rolle spielen. Denn auf dem Weg in den Wald kamen wir unterhalb des Michaelsberges und zwischen den Weinbergen schon mal ins Schwitzen. Und dies war sicherlich nicht der leichten Steigung, sondern dieses herrlichen Sommertages geschuldet.

Während wir im Wald unterwgs waren, hatten wir außer dem Ausschau halten nach den Hinweisschildern mit Z2, welche nur selten zugewachsen oder verdeckt waren, genug Zeit uns gegenseitig auf den neuesten Stand in unserem Leben zu bringen. Dies musste jedoch auf Grund des Ausblickes, wie der Greifvogelschau des Wildparks, oder anderen tollen Aussichten, immer wieder in den Hintergrund treten.

Weinberge und Wälder, die Greifvogelschau in der Bildmitte

Weinberge und Wälder, die Greifvogelschau in der Bildmitte

Wie bei jeder Wanderung durfte auch das Vesper nicht fehlen, wozu sich mehrere Gelegenheiten boten, da auf dem Weg einige Grillmöglichkeiten mit Sitzbänken zu finden sind. An der Pfeifferhütte, welche wir auf Grund des Wetters nicht in Anspruch nehmen mussten, machten wir dann unsere Rast, um den Inhalt und das Gewicht des Rucksacks noch weiter zu verringern.

Vesper an der Pfeifferhütte

Vesper an der Pfeifferhütte

Um dem Namen dieses Weges gerecht zu werden, darf natürlich der Wolfstein nicht vergessen werden, welcher den Ort des letzten erschossenen Wolfes in Württemberg zeigt. Damit wäre auch dem Name genüge getan: Berg – Michaelsberg. Wald – war genug da. Wolf – der Wolfstein.

Der Wolfstein - hier starb der letzte Wolf in Württemberg

Der Wolfstein – hier starb der letzte Wolf in Württemberg

Aber damit war unsere kleine Tour noch nicht zu Ende, denn bevor die letzten Meter wieder durch sonnengeflutete Weinberge führte, konnten wir einige Tiere des Wildparks beobachten. Denn der Weg führte direkt am Zaun zum Wildparadies Tripsdrill vorbei. Störche, Kraniche, Yaks und Rehe zeigten sich in Sichtweite.

Ich kann diese kleine Tour nur wärmstens empfehlen, wenn man eine Strecke sucht, die nicht zu anspruchsvoll ist und auch keinen Tagesmarsch beinhaltet! Mit Sicherheit auch als Familienausflug mit Kindern Kindern gut geeignet.

 



3 Kommentare »

  1. Toller Bericht über eine schöne Spazierwanderung! Wer den Weg einmal nachwandern möchte, findet die Infos hier: http://www.wandersüden.de/Wanderweg/Berg_Wald_Wolf_Durch_den_Strombergwald_zum_Wolfstein_-_Z2

    Heiner Pfefferle / Touristikgemeinschaft HeilbronnerLand — 27. August 2015 @ 17:04
  2. Du solltest deine Outdooraktivitäten einwenig ausbreiten 😀
    Ich habe aktuell die Südtiroler Dolomiten für mich entdeckt. War bereits 2 Mal dort 😉 Die Naturhotels bieten solche Wanderungen an…
    Das letzte Mal war ich im Wanderhotel Europa. Wir waren eine Gruppe Mädels und demnach ganz froh über die Wanderführungen. 😀

    Bin offen für neues, was muss man noch gesehen haben?
    Bemerkung: Wir wandern immer mit den Mädels. Wellnessangebote sollte es demnach nach dem Wandern geben 😉

    Link zum Hotel : http://www.wanderhoteleuropa.com/
    Die Dolomiten sind sehr faszinierend…

    Parineet — 13. Januar 2016 @ 19:33
  3. Sehr cooler Artikel. Gefällt mir wirklich sehr gut !

    Familienzelt — 28. Februar 2016 @ 19:19

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